Tiersegnungen an Sant Antoni

Der heilige Antonius gilt unter anderem als Schutzheiliger der Tiere, daher werden in diesen Tagen Nutz- und Haustiere vom Priester gesegnet, so auch auf Mallorca in Llucmajor (unser Bild), wo der Umzug mit Karossen, Pferdetrupps, Kutschen und Tieren aller Art die Zuschauer begeisterte. Zahlreich flanierten sie mit ihren Tieren vom Frosch bis zum Riesenhund und Pferd ebenfalls beim Priester vorbei.

Dieses Fest geht zurück auf den Heiligen Antonius, der 251 in Ägypten geboren wurde, Sant Antoni Abad. Er lebte fastend und zolibatär in der libyschen Wüste, sozusagen als erster Mönch. Seine Tierverbundenheit ist legendär, so hat er der Legende nach ein kleines, schwaches Ferkel gesegnet, was daraufhin erstarkte und den Heiligen begleitete. Daher ist auf vielen Antonius-Bildern ein Schwein abgebildet.

Ein wichtiger Teil der Antonius-Feiern sind auch die großen Feuer. Früher dienten sie als Schutz, angeblich vor Laster und Versuchung – sie wurden auch Feuer der Enthaltsamkeit genannt. Denn Antonius, vom Teufel mehrfach in Form von lockenden Frauen in Versuchung geführt, konnte sich durch den schmerzhaften Feuerlauf von seiner Lust befreien – und widerstehen. Bis heute werden diese Feuer in den Dörfern angezündet, man tanzt dazu, und in ganz traditionellen Ecken der Insel werden Teufelspuppen verbrannt.

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