Magaluf rüstet auf

Der Strand von Magaluf Foto: www.mallorcabeach.com

Weg vom Sauftourismus, heißt die Devise! Schon im letzten September wurde bei einer Pressekonferenz das gewaltige Projekt – zumindest was die Investitionen und Pläne der Melià-Hotelkette betrifft – vorgestellt. Eine Aufwertung der Tourismuszone Magaluf ist das Ziel. Ob die Aufrüstung gelingen bzw. angenommen wird, ist fraglich, denn Magaluf steht für britischen Basis-Tourismus und Exzesse mit viel Alkohol. Legendär ist die Partymeile, voll mit grölenden, oftmals betrunkenen Briten, deren Verhalten nicht gerade das ist, was man „fein“ nennt. Und ausgerechnet dort will man Verschönerungsaktionen ins Leben rufen.

Jetzt gaben Vertreter aller beteiligten Firmen und der Regierung eine weitere Pressekonferenz, um den Stand der Dinge mitzuteilen. Der geplante Umbau der Zone ist in vollem Gange. Mit dem ehemaligen Royal Beach (dort integriert man das „Wavehouse Mallorca“ – ein Wellenbad für Surfer) und dem Mallorca Beach (wird umbenannt in Beach House by Sol) wurde bereits begonnen. Schon für diesen Sommer ist die Eröffnung eines schicken Beachclubs namens „Nikki Beach“ geplant. Die Nikki Beach-Kette, die ins Hotelprojekt integriert wird, hat sich bereits einen Namen an luxuriösen Locations wie Miami, St. Tropez oder St. Barth gemacht.

Insgesamt werden vier bestehende Hotels der Kette Meliá International zu einem Luxusressort zusammengelegt. Hinzu kommen Umbauarbeiten von zwei weiteren Hotels. Vorgesehen sind für alle Hotels die Kategorie 4 Sterne. Auch die Hotelkette Viva will vier neue, thematisch unterschiedlich ausgerichtete Anlagen vom Feinsten errichten mit Wellness und Sporteinrichtungen. Das Ganze wird viele viele Millionen Euro verschlingen, aber auch Regierungszuschüsse, die bei circa 135 Millionen liegen. Ob man damit „neue“ zahlungskräftige Touristen anlocken und die gesamte Zone um „180 Grad drehen kann“, wie der Bürgermeister von Calvià, Manuel Onieva, hofft, bleibt allerdings abzuwarten. Im Falle des Erfolgs wird dies übrigens auch das Vorbild für die Playa de Palma sein…

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