Fliegen wird (noch) teurer

Nur fliegen ist schöner... und teurer, Foto: Iberia

Fliegen wird mehr und mehr zum Luxusvergnügen. Ach ja, wie war es früher doch so schön. Da konnte man mit den Fliegenpreisen für gerade mal 29 Euro nach Deutschland, und auch überhaupt war es ganz normal, Schnäppchenpreise für unter 50 Euro pro Flug zu ergattern. Erinnerungen an bessere und vor allem günstigere Zeiten… Heute kostet der kurze Trip nach Deutschland mindestens 200 Euro, wenn nicht gar mehr. Was nicht nur Besuche bei Freunden in Deutschland für Residenten „verhindert“ bzw. beeinträchtigt, sondern sich natürlich auch auf den Tourismus auswirkt.

Hinzu kommt die aktuelle Nachricht, dass spanienweit ab 1. Juni mal wieder die Flughafensteuer erhöht wird. Allein für den hiesigen Airport von Son Sant Joan soll die Erhöhung zwischen 5 und 12 Prozent betragen – mindestens. Eine Erhöhung, die von den Fluggesellschaften natürlich komplett auf die Flugpreise umgelegt wird. Da nutzt es wenig, dass der Verband kleiner und mittelständischer Unternehmen, PIMEM, dagegen protestiert, befürchtet er doch – zu Recht – dass dadurch noch weniger Touristen auf die Insel kommen und somit weniger gekauft oder konsumiert wird. Auch die Verantwortliche des Hotelverbands FEHM sprach sich gegen die Erhöhung aus – aus dem gleichen Grund.

Bei den Flugpreisen erschrecken vor allem die Kostenanteile für die Nicht-Flugkosten wie Kerosin. Analog zu den Benzinpreisen bei Autos gab und gibt es da beträchtliche Preissteigerungen. Da beträgt allein der Treibstoffzuschlag schon mal 33 bis 42 Euro je nach Fluggesellschaft. Hinzu kommen noch Luftverkehrssteuer, Flughafenabgaben, Service-Gebühren und Mehrkosten für die Buchung mit Kreditkarte.

Alles in allem kann man in den letzten sechs, sieben Jahren von einer Erhöhung bis zu 40 Prozent sprechen. Kein Wunder, dass sich da so mancher Tourist für einen Urlaub in der Heimat entscheidet bzw. mancher Resident auf das Treffen mit Familie und Freunden verzichtet. Damit liegen wir europaweit übrigens mit Ländern wie der Türkei oder Italien auf einer Ebene.

Was bleibt für den Kunden: Gut suchen und warten auf die jeweiligen Fliegenpreis-Angebote oder Schnäppchentage, vor allem aber muss man Flexibilität bei den Terminen zeigen. Denn nur wer gut sucht und flexibel bei den Terminen sein kann, der hat auch in Zukunft die Chance auf etwas günstigere Flüge.

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