Residentenrabatt wird stärker kontrolliert

Günstiger fliegen mit dem Residentenrabatt

Wer auf Mallorca, einer anderen balearischen Insel, den Kanaren oder in Ceuta und Melilla (bei Marokko) wohnt (egal, ob Einheimischer oder Ausländer) und aufs Festland (oder zurück) will, erhält bei Flügen und Schiffen den sogenannten Residentenrabatt als Ausgleich für die Reise-Mehrkosten, die man hat. Den Rest der Kosten für Flug- oder Schiffstickets steuert die Regierung bei. Jährlich sind dies circa 290 Millionen – keine kleine Summe, wenn man bedenkt, dass der spanische Staat aktuell nicht gerade in Geld schwimmt. Aus diesem Grund will man stärkere Kontrollen einführen. Schon aktuell gilt: ohne eine zusätzliche Reisebescheinigung (certificado de viaje), ausgestellt vom Rathaus der Stadt, in der man wohnt, erhält man keinen Rabatt. Diese darf nicht älter als sechs Monate sein und man muss sie – zusätzlich zur Residencia und dem Personalausweis – beim Einchecken vorweisen. Je nach Ort erhält man die Bescheinigung kostenlos oder man zahlt 1 Euro. Bewohner von Palma können sich die Bescheinigung sogar im Internet runterladen.

Diese Regelung verhindert, dass man sich den Rabatt erschleicht. Auch bekommt das Zertifikat nur derjenige, der auch komplett auf Mallorca (oder einer der anderen Inseln) gemeldet ist. Früher konnte man – je nach ausstellender Behörde – auch gegen Vorlage seiner NIE-Nummer ein derartiges Zertifikat erhalten, dem wird dadurch ein Riegel vorgeschoben.

Eine weitere Maßnahme betrifft die Ticketpreise. Wer in Zukunft ein teures Ticket kauft, muss damit rechnen, dass die Subvention des Staats limitiert wird.

Noch ein wenig Zukunftsmusik ist das gerade auf den Kanaren getestete Computersystem des Verkehrsministeriums namens SARA (Sistema de Acreditación de Residencia Automático). Damit können die Flug- oder Fährgesellschaften automatisch bei der Internetbuchung die angegebenen Daten mit der entsprechenden Datenbank der Wohnorte abgleichen. Damit würde das Reisezertifikat entfallen. Informationen zufolge soll das System spanienweit noch vor Weihnachten überall installiert werden – falls der Test auf den Kanaren erfolgreich verläuft und die betreffenden Firmen das System in ihren Buchungsabläufen integrieren.

 

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