Sant Antonius 2013 – teuflisch gut.

 

Feuerteufel

Foto: Jörg Conrad

 

Die Teuflische Nacht:

In der Nacht des 16. Januar auch „Nit de Bruixa“ genannt ist auf Mallorca der Teufel los denn diese laufen mit viel getöse durch die Strassen und Gassen vieler Dörfer. Ein wichtiger Teil San Sebastian-Feuerder Antonius-Feiern sind auch die großen Feuer. Früher dienten sie als Schutz, angeblich vor Laster und Versuchung – sie wurden auch Feuer der Enthaltsamkeit genannt. Denn Antonius, vom Teufel mehrfach in Form von lockenden Frauen in Versuchung geführt, konnte sich durch den schmerzhaften Feuerlauf von seiner Lust befreien – und widerstehen. Bis heute werden diese Feuer in den Dörfern angezündet, man tanzt dazu, und in ganz traditionellen Ecken der Insel werden Teufelspuppen verbrannt. Besonders ausgelassen wird in Sa Pobla und Llucmajor gefeiert.

Die Tiersegnung: 

Foto: Martina Zender

Am nächsten Tag also am 17. Januar findet in allen Orten die Tiersegnungen statt. Hunde, Katzen, Goldhamster oderSchildkröten, Pferde, Schafe und Ziegen und Schweine, werden von ihren Besitzern zur Segnung durch den Gemeindepriestern gebracht. Die Geistlichen benetzen die Tiere bei der sogenannten “Beneïdes”, mit Weihwasser um sie vor Krankheiten zu beschützen. Besonders sehenswert ist dieses Spektakel in Palma zwischen 10-12 Uhr rund um die Kirche Sant Miquel in der gleichnamigen Strasse.

History:

Das Fest geht zurück auf den Heiligen Antonius, der 251 in Ägypten geboren wurde, Sant Antoni Abad. Er lebte fastend und zolibatär in der libyschen Wüste, sozusagen als erster Mönch. Seine Tierverbundenheit ist legendär, so hat er der Legende nach ein kleines, schwaches Ferkel gesegnet, was daraufhin erstarkte und den Heiligen begleitete. Daher ist auf vielen Antonius-Bildern ein Schwein abgebildet.

Text: Martina Zender

 

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