Sonnencreme – Fluch und Segen

Es wird Kindern schon frühzeitig eingetrichtert, in die Sonne bitte nur mit ausreichendem Sonnenschutz. Doch was die Haut vor dem Sonnenbrand schützt, ist für die Wasserbewohner ein Problem. Die Inhaltsstoffe auch in angeblich „wasserfesten“ Lotionen, sind mit grosser Wahrscheinlichkeit schädlich für die Tiere im Meer. Die amerikanischen Meeresbehörde NOAA hat hochgerechnet, das jährlich bis zu 6000 Tonnen Sonnenschutzmittel weltweit in den Meeren landet. Octocrylen, ist der Wirkstoff, der in den meisten europäischen Sonnenschutzprodukten enthalten ist. Er ist wunschgemäss wasserunlöslich und kann daher auch nur schwerlich abgebaut werden und reichert sich daher in Organismen und an Oberflächen an.

Die italienische Universität in Bologna hat in aktuellen Untersuchungen herausgefunden, dass Octocrylen in der Adria mittlerweile Spitzenwerte erreicht. Kein anderes Sonnenschutzwirkstoff wird häufiger in den Ablagerungen am Meeresboden gefunden und diese wirkt sich, so mutmaßen Forscher, negativ auf das Wachstum von Meeresorganismen aus. Auch Ökosonnencremes sind schädlich für Gewässer und ihre Bewohner, auch wenn dies noch nicht abschliessend untersucht wurde. Es gibt also keinerlei nachweisslich umweltfreundliche Sonnenschutzmittel. Der geneigte Naturfreund kann eigentlich nur durch Verzicht auf Sonnencremes und stattdessen mit langarmigen Shirts sowie Neoprenhose, einen umweltfreundlichen Badegang im  Wasser geniessen.

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